Kapitel 6

Beim Bühneneingang trafen wir uns wieder. Es lag eine eigene Stimmung in der Luft, von der ich mich auch anstecken ließ. Es waren nicht mal gar so arg viele Leute dort. Nach ungefähr 10 Minuten kam der erste Darsteller raus, der sich als der „Kaiser Franz Josef“ herausstellte.

 Nacheinander kamen weitere Darsteller raus, die ich selbst nicht erkannt hätte. Aber Yvette klärte mich auf, wen die einzelnen Darsteller spielten. Viele holten sich Autogramme und machten Fotos.

Inzwischen war eine dreiviertel Stunde vergangen und Marie wurde schon ungeduldig. Ich begann zu scherzen und meinte „Máté wird es sich heute anders überlegt haben und nicht beim Bühneneingang rauskommen.“ Sie fand das natürlich nicht so lustig und schimpfte mich.

 

Die Tür ging auf und Serkan Kaya kam raus. Viele Mädchen stürmten in seine Richtung und baten ihn um Autogramme und Fotos. Als es ruhiger um ihn wurde, fragte auch ich Serkan um ein Autogramm. Er machte einen sehr netten und freundlichen Eindruck auf mich. Ich machte noch ein Foto von ihm und Yvette unterhielt sich noch kurz mit ihm.

 

Kurze Zeit später kam Maya raus und auch von ihr holte ich mir ein Autogramm. Nur noch vereinzelt kamen noch Darsteller raus. Man hörte auch schon jemanden die Tür zum Bühneneingang zusperren. Jetzt standen wir schon fast zwei Stunden da und Marie wurde schon skeptisch. Als dann auch noch schon viele Fans gingen, schaute sie mich mit Tränen in den Augen an und fragte: „Was ist, wenn du recht hast und Máté wirklich wo anders rausgeht?“ Ich wollte ihr gerade klar machen, dass dies nur ein Scherz von mir war und sie mit dem Satz trösten ‚Ein Star wie er braucht seine Zeit.‘, Als man einen Schlüssel im Schloss drehen hörte und die Tür aufging.

 

Raus kam natürlich Máté Kamarás. Marie begann vor Freude zu hüpfen an. Ich muss gestehen, dass ich nur mit Mühe ein Kreischen unterdrücken konnte und in mir ein hysterischer dreizehnjähriger Teenager auszubrechen drohte. Da nur noch so um die fünf Fans da waren, herrschte eine angenehme Atmosphäre. Wir warteten bis zum Schluss. Máté erkannte natürlich Yvette wieder und kam mit einem Lächeln im Gesicht zu uns. Er gab uns Autogramme und ließ sich mit uns fotografieren. Yvette stellte uns ihm vor und unterhielt sich noch etwa mit ihm. Wir verabschiedeten uns von ihm und machten uns auf den Heimweg.

 

Marie war natürlich ganz aufgedreht und redete dahin. Als wir Marie daheim abgeliefert hatten, fragte mich Yvette ganz verwundert, was ich denn habe und ob mir der Abend denn nicht gefallen hätte. Ich war nämlich auf dem ganzen Weg ganz still gewesen und antwortete darauf: „Doch, der Abend war sehr schön und auch etwas ganz Besonderes für mich!“

Darauf kam aus ihrem Munde: „Warum bist du dann so still?“

Meine Antwort: „Ich hänge nur den Erinnerungen nach und lasse noch mal alles Revue passieren.“

Müde und glücklich daheim angekommen, machten wir uns für das Schlafengehen fertig.

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